Aufbaukurse mit Zertifikat

Der Aufbaukurs in der nachfolgenden Form wurde maßgeblich von Dr. Tobias Faix für die mbs akademie entwickelt. Seit 2017 wird er von der mbs akademie in verlängerter Form durchgeführt, die Module „Persönlichkeits­entwicklung“ und „Mentoring in der Gemeinde“ sind je um einen Tag erweitert (gesamt 8 Module).

Bei jedem Anbieter variieren die Module.

Module Übersicht

1. Grundlagen des Mentoring

In diesem Modul wird den TeilnehmerInnen eine fundierte Grundlage zum Thema Mentoring vermittelt. Dabei sollen die TeilnehmerInnen erkennen, dass Mentoring ein biblisches Prinzip geistlichen Wachstums und eine effektive und praktische Arbeitsmethode im Kontext der Gemeinde ist.

Zielsetzung

Die TeilnehmerInnen werden durch viele praktische Aufgaben und Übungen direkt mit Mentoring in Berührung gebracht, so dass sie eine Vision für Mentoring für sich selbst und für die Gemeindearbeit gewinnen.

Inhalt — Modul 1

  • Mentoring in der Bibel
  • Jesus als Mentor/Jesus als Leiter
  • Mentoring im säkularen Bereich
  • Mentoring im Kontext der Postmoderne
  • Vernetzung und Abgrenzung zu Coaching, Seelsorge etc.
  • Die Mentoringbeziehung (Gestaltung, Kommunikation, Ablauf)
  • Vorstellung verschiedene Mentoring-Modelle
  • Praxisblock: Lebenslinien, Herkunftsanalyse, Prioritätenmanagement etc.

2. Mentoring & Spiritualität

Ein Teilaspekt der Praktischen Theologie ist geistliches Wachstum innerhalb eines gesellschaftlichen Kontextes. Diese Situation birgt sowohl für Gläubige als auch für die Gemeinde eine große Herausforderung. Mentoring ist eine qualifizierte Möglichkeit, in unserer postmodernen Zeit geistliches Wachstum bei Einzelnen und innerhalb einer Gesamtgemeinde zu fördern.

In diesem Seminar werden die TeilnehmerInnen mit ihrer eigenen Spiritualität und ihrem eigenen Frömmigkeitsstil konfrontiert und herausgefordert, die eigenen geistlichen Wurzeln zu reflektieren und andere, ergänzende Möglichkeiten von Spiritualität kennen zu lernen. Dabei sollen die TeilnehmerInnen erkennen, dass Mentoring ein biblisches Prinzip geistlichen Wachstums ist und ein geeignetes Gefäß um dies praktisch zu leben und einzuüben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von Spiritualität und dem Themengebiet der geistlichen Leiterschaft.

Zielsetzung

Die TeilnehmerInnen werden durch viele praktische Aufgaben und Übungen direkt mit Mentoring in Berührung gebracht und sollen ihre eigene Spiritualität entdecken und die Fähigkeit bekommen, andere Menschen als geistlichen Mentor zu begleiten.

Inhalt — Modul 2

  • Spiritualität in der Postmoderne
  • Verschiedene Zugangswege zur eigenen Spiritualität
  • Biblische Grundlagen und Herausforderungen
  • Geistliches Wachstum durch eine Mentoringbeziehung
  • Der Mentor und der Mentee, Ziele, Erwartungen, Schwierigkeiten und Grenzen von Mentoring
  • Mentoring als Leiterschaftsprinzip/Wachstum
  • Praxisblock: Spiritualität(Selbstreflexion, Gottesvorstellungen, Frömmigkeitsstil, geistliche Übungen etc.)
  • Materialbörse zur praktischen Umsetzung innerhalb einer Mentoringbeziehung

3. Beziehung & Kommunikation

Beziehungen wachsen durch Kommunikation. Aber es ist gar nicht einfach, den anderen zu verstehen. In einer so engen Beziehung, wie es im Mentoring der Fall ist, können eigene Kommunikationsansätze wunderbar reflektiert und neue Möglichkeiten eingeübt werden. Dabei geht es nicht nur um Sprache, sondern um eine ganzheitliche Kommunikation und die richtige Distanz (Nähe & Abstand) in einer Mentoringbeziehung.

Zielsetzung

Die TeilnehmerInnen sollen lernen, die eigene Sprache/Kommunikation zu reflektieren und zu lernen ein Mentoringgespräch selbstständig und effektiv zu leiten.

Inhalt — Modul 3

  • Was ist Kommunikation?
  • Biblische Formen der Gesprächsführung
  • Arten der Kommunikation innerhalb einer Mentoringbeziehung
  • Die Kunst des Kommunizieren
  • Sprache als Ausdrucksmittel
  • Struktur und Dynamik des Mentoringgespräches
  • Auswertung und Analyse der eigenen Sprache/Kommunikation
  • Praxisblock: aktives Zuhören, aktive Ich-Botschaften, Kommunikationsmodelle etc.

4. Die eigene Persönlichkeit

Nur wer sich selbst versteht, kann auch anderen weiter helfen. Es geht um das Verständnis der eigenen Persönlichkeit, eigener Verhaltensweisen und deren Reflektion. Darauf aufbauend sollen Handlungsstrategien eingeübt werden, um an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten zu können. Dabei soll die Durchführung des DISG Tests (oder eines vergleichbaren anderen Werkzeuges) zum Verständnis der eigenen Persönlichkeitsstrukturen als effektives Arbeitsmittel helfen.

Zielsetzung

Sich selbst und andere besser zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Modul auf der eigenen Identität als Mentor/Mentorin.

Inhalt — Modul 4

  • Die Grundlagen der eigenen Persönlichkeit entdecken
  • Das innere Selbstbild
  • Das äußere Selbstbild
  • Überzeugungen und Handlungsstrategien
  • Eigene Verhaltensweisen reflektieren
  • Selbststeuerung/Selbstleitung
  • Die eigene Kompetenz als Mentor/in stärken
  • Praxisblock: Praktische Veränderungen eigener Verhaltensweisen

5. Mentoring als Persönlichkeitsprägung

Eine der größten Herausforderungen in unserer postmodernen Gesellschaft sind die Zugangswege zur eigenen Persönlichkeit. Das Leben wird immer komplexer und Entscheidungsfindungen beispielsweise immer schwerer. Mentoring ist ein effektives Hilfsmittel, Persönlichkeitsstrukturen zu erkennen und Menschen zu helfen, herauszufinden, wer sie sind und sie als Mentor/in in dieser Entwicklung zu begleiten. Dabei geht es zum einen um ganzheitlichen Mentoringansatz, der im Alltag mit Familie, Beruf und Gemeinde verwurzelt ist.

Zielsetzung

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf dem Mentee und seiner Persönlichkeit. Die TeilnehmerInnen sollen durch Fachwissen und praktische übungen lernen, andere Menschen im Kontext einer Mentoringbeziehung langfristig in ihrer Persönlichkeitsstruktur zu fördern.

Inhalt — Modul 5

  • Mentoringbeziehungen als Schutzraum der Veränderung
  • Mentoring als übungsfeld für Verhaltens- und Persönlichkeitsstrukturen
  • Reflektiertes Wahrnehmen der eigenen Verhaltensweisen
  • Handlungsmuster erkennen und verändern
  • Stärken- und Schwächenanalyse
  • Selbst und Fremdwahrnehmung im Kontext einer Mentoringbeziehung
  • Praxisblock 1: Persönlichkeitsprägung (persönliches Erbe, Work-Life-Balance, Lebenslinien etc.)
  • Praxisblock 2: Persönlichkeitsprägung (Selbstreflexion, Prioritätenmanagement, Schlüsselqualifikationen etc.)

6. Mentoring als Schlüssel für Gemeindeaufbau

In diesem Modul geht es nicht um neue Gemeindeaufbaukonzepte aus dem In- und Ausland, sondern um ein effektives und kulturell angepasstes Basisverständnis der Gemeinden der ersten zwei Jahrhunderte. Das biblische Verständnis von Mentoring und Kleingruppen ist dabei die Grundlage und wird als ein organisch wachsendes Beziehungsnetzwerk in die heutige Zeit transportiert.

Zielsetzung

Die TeilnehmerInnen sollen die biblischen Grundlagen von Mentoring innerhalb von Gemeinde und Gesellschaft erkennen und die Chancen von Mentoring im Gemeindeaufbau, des geistlichen Wachstums und gesellschaftlicher Prozesse begreifen. Darüber hinaus soll es viele praktische übungen im Bereich der Gabenfindung, Berufungsanalyse und Strukturanalyse geben.

Inhalt — Modul 6

  • Gemeindeaufbau durch Mentoring als Methode am Beispiel der Apostelgeschichte
  • Gemeindeaufbau durch Mentoring als Methode des Gemeindeaufbaus in der Postmoderne
  • Mentoringkleingruppen als strategische und geistliche Kernzellen
  • Mentoringkleingruppen als organisch wachsendes Netzwerk an gesunden Beziehungen in der Gemeinde
  • Mentoring als Umsetzung einer geistlichen Vision im Kontext der Gemeinde
  • Mentoring als effiziente Förderung für qualifizierte MitarbeiterInnen
  • Mentoring als Prinzip der Leiterförderung
  • Mentoring als Förderung von Teamarbeit

Das Aufbaukurs-Zertifikat erhält, wer alle Module besucht und den Nachweis einer Mentoring-Beziehung erbracht hat. Dazu reichst du mindestens ein Protokoll beim Kursleiter ein. Ein Protokoll sollte ca. eine Seite über das Mentoring-Treffen und ca. eine halbe Seite Reflexion desselben enthalten.

Für den Erwerb des Zertifikats spielt dabei keine Rolle, ob das Protokoll als Mentor oder als Mentee geschrieben worden ist. Es kann nach einem solchen Aufbaukurs genauso sinnvoll sein, zunächst einmal als Mentee den Bereich Mentoring kennen zu lernen, bevor man sich dann selbst als Mentor zur Verfügung stellt.

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